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Erziehung von Familienhunden


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Gewöhnung an eine Hundebox


Wenn Ihr Hund sich gerne in seiner Hundebox (Transportkiste, Gitterbox, bestimmter Raum, Hundebett) aufhält, kann Ihnen das in vielen Situationen das Leben erleichtern. Die Box kann eine große Hilfe dabei sein, den Welpen stubenrein zu machen und Unfälle zu vermeiden, wenn Sie ihn nicht beaufsichtigen können. Sie verhindert auch, dass der zahnende Junghund Ihre Einrichtung zerstört, wenn Sie nicht aufpassen können, was er gerade zwischen die Pfoten (und Zähne) bekommt.

Hunde mit Angstphobien fühlen sich oftmals auf begrenztem Raum wohler, so dass bei Angst vor Gewitter, Feuerwerk oder dem Alleinbleiben eine solche „Höhle“ dem Hund Sicherheit vermitteln kann. Wenn Ihr Hund bei Besuchern entweder zu stürmisch oder sogar aggressiv reagiert, können Sie ihn daran gewöhnen, zunächst in seiner Box abzuwarten, bis er Gäste (angemessen) begrüßen darf – oder aber Sie haben das sichere Gefühl, dass Ihr Hund keine Gelegenheit hat, Ihren ahnungslosen Gästen mit aggressivem Bellen, Schnappen oder gar Beißen zu begegnen.

Hund in umfunktioniertem Welpenauslauf

Auf Reisen kann die Box im Auto der Sicherheit dienen – kein Hund sollte jemals ungesichert Auto fahren dürfen – und dient im Hotelzimmer oder Feriendomizil als vertraute Schlafstätte. Sollten Sie mit dem Flugzeug verreisen, muss Ihr Hund sowieso in die Transportkiste, so dass der Reisestress deutlich reduziert wird, wenn er diese schon kennt und sich darin wohl fühlt.

Nicht zuletzt bietet die Box dem Hund eine Rückzugsmöglichkeit, wenn er dem Trubel des Familienlebens entkommen möchte oder Sie ihn einfach für kurze Zeit aus den Füssen haben möchten, ohne ihn völlig vom Familienleben auszuschließen, in dem Sie ihn in einen abgelegenen Raum oder gar den Garten sperren.

Auf der anderen Seite sollte die Hundebox nicht dazu missbraucht werden, den Hund den ganzen Tag eingesperrt zu halten, weil er sonst nicht kontrollierbar ist. Auch sollten Sie beachten, dass manche Hunde nicht gerne auf engem Raum eingesperrt sind – oftmals auch Hunde mit Angst vor dem Alleinbleiben. Die Hundebox ist ein Trainings- und Managementtool, aber keine Dauerlösung!


Es gibt verschiedene Typen von Hundeboxen, einmal die bekannten Transportboxen, die auch von Fluggesellschaften und Schifffahrtslinien zugelassen sind. Diese sind meist aus Hartplastik und haben unten oder oben Belüftungsschlitze und vorne eine verschließbare Gittertür. Dann gibt es noch Boxen, die aussehen wie Drahtkäfige, und die sich meist flach wie ein Koffer zusammenfalten lassen. Über letztere kann man auch ein Handtuch oder eine Decke legen, um den Höhleneffekt zu reproduzieren. Achten Sie auf gute Qualität – die Box wird Ihnen ein Hundeleben lang erhalten bleiben, und die Investition lohnt sich.

Die Box sollte so groß sein, dass Ihr Hund darin aufrecht stehen und sich drehen kann. Besonders für Welpen sollte die Box nicht zu groß sein, da sonst der Effekt verloren geht.

Die Box sollte weich und gemütlich sein, Sie können also entweder ein Hundebett hineinlegen oder die Box sonst wie auspolstern. Legen Sie außerdem ein altes T-Shirt oder eine Decke mit Ihrem Geruch in die Box, damit Ihr Hund sich sicher und geborgen fühlt. Stellen Sie die Box in einer ruhigen Ecke auf, in der Ihr Hund sich zwar zurückziehen kann, aber trotzdem am Familienleben teilhat.

Sie können Ihrem Hund die Box schmackhaft machen, in dem Sie ihn darin füttern oder Futterbelohnungen darin verstecken. Wenn Sie mit dem Clicker arbeiten, können Sie Ihren Hund natürlich auch in kleinen Schritten dahin shapen, sich in die Box zu legen und dort zu bleiben. Die Tür sollte dabei zunächst offen bleiben.

Hund in umfunktioniertem Welpenauslauf

Später geben Sie Ihrem Hund einen gefüllten Kong™, schließen Sie die Tür für einen Moment, und öffnen Sie diese wieder, bevor Ihr Hund damit fertig ist. Verlängern Sie dann in kleinen Schritten die Zeit, die sich Ihr Hund in der Box aufhält. Zunächst sollten Sie die Tür immer öffnen, bevor der Hund aufgehört hat, sich mit seinem gefüllten Kong™, Spielzeug oder Kauknochen zu beschäftigen. Damit schaffen Sie eine positive Assoziation mit der Hundebox – ihr Hund wird sich gerne darin aufhalten.

Nun können Sie ein Signalwort einführen, wenn Sie 100 € verwetten würden, dass Ihr Hund jetzt in die Box geht. Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis Sie merken, dass Ihr Hund bereits Richtung Box geht, wenn Sie Ihr Signalwort sagen. Steigern Sie nun die Entfernung von der Box, so dass Ihr Hund letztendlich in seine Höhle rennt, wann immer Sie das Signalwort sagen – egal, wo er sich gerade befindet. So können Sie zum Beispiel auch die Türklingel oder eintretende Besucher zum Signal werden lassen, damit Ihr Hund sich automatisch in seine Box zurückzieht.

Jetzt haben Sie ein wertvolles Managementtool an der Hand, mit dem Sie eine ganze Reihe von potentiellen oder bereits bestehenden Problemen vorbeugen oder begegnen können.



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